Sakramente und Lebenslagen

Ein Sakrament ist ein sichtbares Zeichen der unsichtbaren Liebe Gottes

Menschen brauchen Zeichen und Riten. Sie schmücken sich bei Festen und Feiern, kennen Rituale und Zeremonien, schenken sich Blumen und tauschen Ringe. Solche Zeichen machen sichtbar, was man eigentlich" nicht sehen kann: Liebe, Zuneigung, Respekt, Anerkennung, Treue und Verlässlichkeit So könnte man auch die Sakramente bildhaft als die sichtbaren Hände Gottes" bezeichnen. Hände, die uns heilen, streicheln und führen, die man sehen, spüren und fühlen kann. Die Sakramente zeigen, symbolisieren, zeichnen nach, was Gott an und für die Menschen tut. Gleichzeitig bewirken sie, was sie darstellen. Wenn zum Beispiel beim Abendmahl der Priester die Worte spricht Das ist mein Leib, der für Euch hingegeben wird", dann wird wirklich Jesus Christus gegenwärtig. Oder wenn im Bußsakrament der Priester spricht Deine Sünden sind dir vergeben", dann sind diese wirklich vergeben. Vergebung wird nicht nur symbolisch versprochen, sie ist geschehen.

 

aus: Erzb. Ordinariat München (Hg.) Was Katholiken glauben, München 1998

Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente:

 

1. Taufe

2. Eucharistie

3. Firmung

4. Bußsakrament

5. Ehe

6. Weihe (Diakonen-, Priester-, Bischofsweihe)

7. Krankensalbung